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Falk Foundation | Dr. Falk
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Colitis ulcerosa

Morbus Crohn

Mikroskopische Kolitis


Mikroskopische Kolitis

Symptome und Krankheitsverlauf
Das Krankheitsbild der mikroskopischen (kollagenen) Kolitis ist durch wässrige Durchfälle eventuell gepaart mit Oberbauchbeschwerden, Müdigkeit und Blähungen gekennzeichnet. Vor allem bei Frauen jenseits des 50. Lebensjahres sollte bei diesen Beschwerden nicht vorschnell die Diagnose „Reizdarmsyndrom“ gestellt werden, auch dann nicht, wenn die Endoskopie einen Normalbefund liefert.
Bei der mikroskopischen Kolitis unterscheidet man, je nach histologischem Befund im Darm, zwischen kollagener und lymphozytärer Kolitis. Charakteristisch für die kollagene Kolitis ist ein verdicktes Kollagenband in der Darmschleimhaut. Bei der lymphozytären Kolitis wird im Darmgewebe eine vermehrte Anzahl von bestimmten weißen Blutkörperchen, den Lymphozyten, gefunden. Beide Befunde kann man allerdings nur an Gewebeproben im Mikroskop sehen.
Im weiteren Krankheitsverlauf wurde bisher über keine Fälle von Dickdarmkrebs berichtet. Die Lebensqualität der Patienten ist durch die wässrigen Durchfälle deutlich eingeschränkt. Rauchen wirkt sich negativ auf den Verlauf der Erkrankung aus, weshalb Patienten, spätestens nach der Diagnose, das Rauchen beenden sollten.

Die Krankheitsursache ist noch unbekannt. Diskutiert werden bakterielle oder virale Infektionen, eine längerfristige Einnahme bestimmter Medikamente und auch eine genetische Veranlagung.


Diagnosemöglichkeiten
Nur durch Stufenbiopsien (Entnahne von Gewebeproben) im gesamten Dickdarm im Rahmen einer Darmspiegelung lässt sich die kollagene Kolitis nachweisen. Die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr liegt bei 10-25 pro 100.000 Einwohner, die Gesamtzahl der Patienten bei über 100 pro 100.000 Einwohner.
In Deutschland ist jährlich mit über 10.000 Neuerkrankungen zu rechnen. Die Gesamtzahl der Patienten dürfte bei 80.000 liegen. Aufgrund der möglichen Verwechslungsgefahr mit einem Reizdarm ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.


Therapieformen
Bestätigt sich die Diagnose, kann eine zielgerichtete Behandlung eingeleitet werden. Sehr gute Therapieerfolge werden mit Budesonid erzielt. Bei 80% der Patienten kommt es zu einem deutlichen Rückgang der Stuhlfrequenz bis hin zum Verschwinden der Diarrhö und damit zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität.
Bisher ist die Behandlung der kollagenen Kolitis mit Budesonid überwiegend in der Akuttherapie untersucht worden. Nach Absetzen der Therapie kommt es allerdings bei der Mehrzahl der Patienten zum Wiederauftreten der Beschwerden meist bereits innerhalb von 2-3 Monaten. Nach einem Rückfall empfehlen die Leitlinien eine Erhaltungstherapie mit niedrig dosiertem Budesonid (3-6 mg/Tag), da sich damit die Häufigkeit von Rückfällen deutlich verringern lässt.


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Mehr als 200 Patienten mit MORBUS CROHN haben das sich in der Erprobung befindende Studienmedikament bisher in klinischen Studien eingenommen.

Die Studien zeigen eine Abnahme der Krankheitsaktivität und in der Mehrzahl der Fälle wurde Remission (beschwerdefreie Phase) erzielt. Die bisher beobachteten Nebenwirkungen betrafen zumeist den Verdauungstrakt.