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Falk Foundation | Dr. Falk
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Primär sklerosierende Cholangitis (PSC)

Primär sklerosierende Cholangitis bedeutet eine Entzündung der Gallengänge. Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Die Erkrankung tritt chronisch, d.h. langanhaltend-dauerhaft, auf und betrifft sowohl die kleinen Gallengänge innerhalb der Leber als auch größere Gallengänge, die die Gallenflüssigkeit aus der Leber in den Dünndarm ableiten. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer zunehmenden zwiebelschalenartigen Verengung der Gallengänge und dadurch zu einer Abflussbehinderung und einem Rückstau der Gallenflüssigkeit in die Leberzellen. Dies führt zu einer Schädigung des Lebergewebes und im weiteren Verlauf der Erkrankung zur Leberzirrhose, also der Zerstörung des gesunden Lebergewebes und Ersatz durch inaktives Bindegewebe. Die Erkrankung verläuft zunächst ohne besondere Beschwerden, häufig wird sie zufällig durch veränderte Leberwerte entdeckt. Begleitend können die Patienten unter Müdigkeit, Juckreiz und eventuell unter Übelkeit leiden. Bei 80-90% der Patienten wird die PSC von einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (meist einer Colitis ulcerosa) begleitet. Patienten mit einer PSC haben ein deutlich erhöhtes Risiko einen bösartigen Tumor der Gallengänge (cholangiozelluläres Karzinom) zu entwickeln. Bei PSC/Colitis ulcerosa-Patienten ist zudem auch das Risiko für Dickdarmkrebs erhöht. Deshalb sollten diese Patienten jährlich koloskopiert werden.


Therapiemöglichkeiten
Bisher gibt es in Deutschland keine zugelassene medikamentöse Therapie zur Behandlung der PSC. Klassische, entzündungshemmende Medikamente zeigten in verschiedenen Studien keine Wirksamkeit. Durch wiederholte Aufdehnungen der Verengungen in den großen Gallengängen kann der Abfluss der Gallenflüssigkeit verbessert werden. Eine Verdünnung der aggressiven Gallensäuren durch eine hydrophile Gallensäure könnte die entzündliche Schädigung der Leberzellen und der Zellen in den Gallengängen reduzieren und dadurch eine Verbesserung der Leberwerte bewirken. Die Therapie von Symptomen wie Müdigkeit oder Komplikationen der PSC (z. B. Entmineralisierung der Knochen, Osteoporose) muss im Einzelfall entschieden werden. Ist nach langer Krankheitsdauer die Leber soweit geschädigt, dass sie ihre Funktionen nicht mehr ausreichend erfüllen kann oder dass Komplikationen der Erkrankung vermehrt auftreten und medikamentös nicht mehr erfolgreich behandelt werden können, bleibt als letzte Option die Lebertransplantation.


Patienten für laufende Studie zu MORBUS CROHN gesucht!

Klinische Studie zur Beurteilung eines neuen, sich in der Erprobung befindlichen biologischen Medikaments. Der Name der Studie ist TRUST-2, was für „TRichUris Suis ova Trial“ steht.

Mehr als 200 Patienten mit MORBUS CROHN haben das sich in der Erprobung befindende Studienmedikament bisher in klinischen Studien eingenommen.

Die Studien zeigen eine Abnahme der Krankheitsaktivität und in der Mehrzahl der Fälle wurde Remission (beschwerdefreie Phase) erzielt. Die bisher beobachteten Nebenwirkungen betrafen zumeist den Verdauungstrakt.