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Divertikelkrankheit

Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand, die sich nicht selbst entleeren können. Als Folge der fehlenden aktiven Entleerungsfunktion dieser Ausstülpungen können Koteinlagerungen in den Divertikeln entstehen. Dadurch können sich Entzündungen ausbilden, indem Bakterien in die Darmwand eindringen. Diese Entzündung (Divertikulitis) kann immer wiederkehren und in ganz unterschiedlicher Stärke ausgeprägt sein. Derzeit ist nicht klar, welche Auslöser für die Divertikel in Frage kommen, es ist aber bekannt, dass Menschen in den Industrienationen im Vergleich zu Menschen in Entwicklungsländern häufiger Divertikel ausbilden und daran erkranken. Man vermutet daher eine Ursache in der Ernährung, die in Industrieländern erheblich weniger Ballststoffe enthält. Das bloße Vorhandensein von Divertikeln ohne Beschwerden hat keinen Krankheitswert.


Symptome und Krankheitsverlauf
Das häufigste Symptom einer Divertikulitis ist ein Schmerz im linken Unterbauch. Aufgrund entzündeter Darmabschnitte können Stuhlentleerungsstörungen auftreten, die sich manchmal als eine längere Zeit anhaltende Verstopfung, aber auch als Durchfälle, Blähungen oder vermehrte Windabgänge bemerkbar machen können.
Im Verlauf der Entzündung können weitere Komplikationen auftreten. Gefahr droht, wenn die Schmerzen trotz Behandlung nicht nachlassen, wenn zusätzlich Fieber auftritt und der Bauch hart wird.


Diagnosemöglichkeiten
Die Divertikulose ist häufig nur ein Zufallsbefund im Rahmen einer Dickdarmspiegelung oder eines Einlaufes. Die Diagnostik wird durch eine Ultraschalluntersuchung und eine Röntgenaufnahme des Bauches komplettiert.


Therapieformen
Bei der Divertikulose ohne Symptome wird zur Stuhlregulation und Verhinderung von Komplikationen ballastreiche Kost oder Quellmittel wie Indische Flohsamenschalen (Mucofalk®) empfohlen.
Bei der akuten Divertikulitis wird beim ersten Schub meist entsprechend dem Schweregrad zunächst konservativ behandelt, d.h. Bettruhe, Nahrungskarenz, Flüssigkeitszufuhr mittels Infusion und Antibiotika.
Bei fehlendem Ansprechen auf die konservative Therapie oder häufigen Rückfällen ist eine Operation notwendig.